Es ist ein Moment der Verzweiflung, wenn ein Arbeitnehmer ein Kündigungsschreiben seines Arbeitgebers in den Händen hält. Schließlich soll eine Arbeitsstelle den Lebensunterhalt einer Person garantieren und dafür sorgen, dass man nicht von den Sozialleistungen des Staates abhängig ist. Erhält man jedoch eine Kündigung, ist dieses Bestreiten des Lebensunterhalts in Gefahr. Nicht selten machen sich Zukunftsängste breit, denn das Finden einer neuen Anstellung ist nicht immer leicht und kann in manchen Fallen mehrere Monate dauern. Der Verlust der Arbeitsstelle führt oftmals zu finanziellen Einbußen, die einen bisher erarbeiteten Lebensstandard nicht tragbar machen. Aus diesen finanziellen Problemen resultieren nicht selten psychische Erkrankungen, die neben der Suche einer neuen Arbeitsstelle eine zusätzliche Belastung bedeuten. Bevor sich allerdings diese Abwärtsspirale einstellt, muss man sich die Begründung der Kündigung genau anschauen, sofern diese aufgeführt wurde. In vielen Fällen ist eine Kündigung nicht gerechtfertigt. Daher sollte man sich binnen der gesetzlichen Frist von drei Wochen ab Zugang der Kündigung an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, wie zum Beispiel Rechtsanwälte Schnell & Kollegen GdbR wenden. Innerhalb des Zeitraums kann gegen die Kündigung mittels einer Kündigungsschutzklage vorgegangen werden, andernfalls wird sie gesetzlich wirksam.
Die verschiedenen Arten der Kündigung
Kündigungen können aus verschiedenen Gründen gerechtfertigt sein. Dabei sind die verschiedenen Arten der Kündigung zu berücksichtigen, die an unterschiedliche Bedingungen ihrer Wirksamkeit geknüpft sind. Möglich ist eine betriebsbedingte Kündigung. Bei dieser müssen betriebliche Gründe ursächlich für die Kündigung sein. Diese liegen vor, wenn finanzielle Schwierigkeiten innerhalb des Betriebs Entlassungen notwendig machen. Zudem kann eine solche Kündigung gerechtfertigt sein, wenn eine innerbetriebliche Umstrukturierung erfolgte, die den Arbeitsplatz des betroffenen Arbeitnehmers wegfallen ließ. Eine Kündigung in diesem Fall kann jedoch nur wirksam sein, wenn dem Arbeitnehmer keine andere Tätigkeit zuweisbar ist. Anders gestaltet sich die Situation bei einer personenbedingten Kündigung. Diese ist gerechtfertigt, wenn der Arbeitnehmer die Arbeit aufgrund in seiner Person liegender Gründe nicht mehr ausführen kann. Solche Gründe liegen oft wegen Erkrankungen vor, die zu einer dauerhaften Beeinträchtigung führen. Zwingend erforderlich ist dabei, dass die Beeinträchtigungen zukünftig dauerhaft bestehen und keine andere Arbeit zugewiesen werden kann, die den Fähigkeiten des Arbeitnehmers entspricht. Verletzt der Arbeitnehmer seine arbeitsvertraglichen Pflichten, erscheint zu spät zur Arbeit oder führt seine Arbeiten nur unzureichend aus, kann eine verhaltensbedingte Kündigung wirksam sein. Allerdings ist der Arbeitnehmer zuvor abzumahnen, damit er die Möglichkeit erhält, sein Verhalten zu ändern.
Ausschluss einer Kündigung
In bestimmten Fällen sind Kündigungen grundsätzlich unzulässig. Schwangeren darf nicht gekündigt werden. Zudem ist die Kündigung von Betriebsratsmitgliedern nicht rechtens. Bei einer Kündigung von Schwerbehinderten ist die Zustimmung des Integrationsamtes einzuholen. Betroffene solcher Kündigungen sollten sich umgehend an einen Fachanwalt für Arbeitsrecht wenden und sich beraten lassen.
Im Kündigungsfall den Fachanwalt für Arbeitsrecht kontaktieren
Mario Hart
Schlagwörter:
430 Wörter